In der kommenden Tarifrunde will die IG Metall durchsetzen, dass die Zeitarbeiter den selben Lohn wie die Stammbelegschaft der Unternehmen der Stahlbranche bekommen. Zeitarbeiter bekommen selten den gleichen Lohn wie die fest Angestellten in einer Branche, da diese nicht nach den Tarifverträgen der jeweiligen Branche bezahlt werden müssen. Zwischen Zeitarbeitsfirma und Unternehmen werden meist eigene Tarifverträge verhandelt die weniger Entlohnung vorsehen als üblich in der Branche. Dies will die IG Metall nun zumindest in der Stahlbranche kippen und fordert „Gleiche Arbeit, gleiches Geld“.
Kritik gegen dieses Vorhaben kommt vom Bundesverbands Zeitarbeit. Die Zeitarbeit habe ihre eigenen Tarifverträge. Sollten nun noch ein spezieller Tarifvertrag mit der IG Metall zu Stande kommen, müssten Zeitarbeitsfirmen perspektivisch vielleicht für jede Branche einen anderen Tarifvertrag anwenden, was zu einem übertriebenen administrativen Aufwand führen würde.
Am kommenden Freitag soll die IG Metall ihr Forderungspaket für die rund 85 000 Beschäftigten der Branche beschließen. Es sei eine schlechte Entwicklung, dass Unternehmen in Zeiten des Aufschwungs lieber auf Zeitarbeiter setzten und kein festes Personal mehr beschäftigen.

